Jugendmedienkongress: Workshops

Hier findest du eine Gesamtübersicht unserer Workshops. Wenn du dich zu unserem Kongress angemeldet hast, bekommst du eine zweite Mail, in der du dann deine Workshops auswählen kannst. Bei Fragen wende dich gerne an uns!

Keynote (10:00 – 11:00 Uhr)

Magazinjournalismus 2019: Die beste, schlimmste Zeit

Die Verkaufszahlen der meisten Zeitschriften sind rückläufig. Legendäre Titel wie Spex und Neon wurden im vergangenen Jahr eingestellt. Und kurz vor Weihnachten wurde bekannt, dass Der Spiegel (und die Jurys renommierter Journalistenpreise) auf einen Betrüger hereingefallen waren. 2018 war ein Scheißjahr für den deutschen Magazinjournalismus.

Foto: privat

Oskar Piegsa ist Chefredakteur von ZEIT CAMPUS, dem Magazin für Studierende. Als es im Jahr 2006 gegründet wurde, gab es viele, die sagten: „Keine Chance. Junge Leute kaufen keine Printmagazine mehr! Die lesen nicht einmal mehr. Die machen nur dieses Internetzeugs. MySpace und so.“ Mehr als zehn Jahre später ist ZEIT CAMPUS auch ein Onlinekanal, ein Veranstalter von Partys und Podiumsdikussionen – und nach wie vor ein Magazin, zu dem alle zwei Monate 460.000 Leserinnen und Leser greifen (unabhängige Zahlen laut AWA 2018).

In seiner Keynote spricht Oskar davon, welche Chancen er heute für den Magazinjournalismus sieht. Und darüber, warum Zeitschriften auch im Jahr 2019 noch oft das aufregendste und innovativste Medium sind, das wir haben.

Wissensworkshops (11:30 – 13:00 Uhr)

Darf Journalismus alles? – Ein Crashkurs im Presserecht

Wann muss man bei Fotos um Erlaubnis fragen? Darf die Schule eine Schülerzeitung verbieten? Was muss eigentlich im Impressum stehen?

In diesem Workshop werden die wichtigsten Rechtsfragen rund um die Schülerzeitungsarbeit beantwortet, von der Gründung einer Zeitung bis zum Verkauf der Ausgaben. Ihr erfahrt, was ihr bei der Arbeit alles dürft, was ihr besser lassen solltet und was das Bundesverfassungsgericht von Schülerzeitungen hält.

Foto: privat

Philipp Sümmermann ist Rechtsreferendar am Landgericht Köln und promoviert zu einem medienrechtlichen Thema an der Uni Mainz.

Davor hat er Jura in Köln und Paris studiert. Neben dem Studium hat Philipp eine Journalismusausbildung absolviert und als freier Journalist gearbeitet. Er besitzt immer noch eine Kiste mit alten Ausgaben seiner Schülerzeitung, der „Blackout“.

Kommunikationsdesigner werden die Welt verändern!

Foto: privat

Was machen Kommunikationsdesigner eigentlich? Das Berufsfeld des KD umfasst weit mehr, als die Gestaltung von Anzeigen, Verpackungen, Webseiten, Prospekten, Casefilmen, APPS oder Magazinen. Ihr bekommt einen Einblick, welchen Einfluss KD in unserem Alltag hat und wie es die Medienbranche bereichert und verändert.

Es werden Probleme gelöst, Trends gesetzt und Visionen entwickelt.

Jesta Brouns ist Creative Director und seit 2016 Geschäftsführerin und Leiterin der Design Factory International, Schule für Kommunikation und Design in Hamburg. Davor hat sie 20 Jahre als Artdirektorin in den Bereichen Editorial Design in Verlagen und Agenturen in Hamburg, Berlin und München gearbeitet. Alles hat mit dem Studium für Kommunikationsdesign angefangen.

Fragt mich alles!

Das Konzept dieses Workshops ist: Es gibt kein Konzept. Oskar Piegsa, Chefredakteur von ZEIT CAMPUS, stellt sich im kleinen Kreis Euren Fragen und versucht, brauchbare Antworten zu geben.  Wir reden über journalistische Werdegänge, über den Alltag in Redaktionen und über Lieblingspodcasts. Oder über nichts davon – und über alles, was Euch interessiert. Unvorbereitet, unzensiert, on-the-record oder unter drei, je nachdem, was ihr für Fragen mitbringt.

Foto: privat

Oskar Piegsa, Jahrgang 1984, ist Journalist und schreibt über Themen aus Kultur, Bildung und Gesellschaft. Zum Beispiel über traurige Komiker, zärtliche Pornos und Philosophie-Kurse für Frontex. Nach dem Abi gehörte er zu den Gründern von FREIHAFEN, dem Magazin der Jungen Presse Hamburg. Später arbeitete er für Online-Medien und Kulturmagazine, ehe er 2012 in die Redaktion von ZEIT CAMPUS kam, die er seit 2017 als Chefredakteur leitet (aktuell in Elternzeit, aber für den Jugendmedienkongress macht er eine Ausnahme).

 

Thema finden und los! – Die ersten Schritte in der eigenen Recherche

Foto: privat

Wie finde ich ein eigenes Thema für die Lokalzeitung, das Schülerradio oder mein nächstes Praktikum? Wie wird aus meiner Idee eine Geschichte? Was muss ich bei der Recherche beachten? In diesem Workshop lernst du, wie du gute Themen aufspürst und wie du dann weiter vorgehst – egal ob Radiobeitrag, Zeitungsartikel, TV-Beitrag oder Online-Text. Bei Interesse gib es einen Exkurs zum Thema Berufseinstieg und Volontariat.

Merle Hömberg ist Volontärin beim NDR. Vorher hat sie in Düsseldorf und Bielefeld Politik/Medien/Soziologie studiert und in Schweden, Spanien und Frankreich gelebt. Neben dem Studium war sie Chefredakteurin von Hochschulradio Düsseldorf und hat für WDR 5 und ZDF logo! gearbeitet. 

Aus 1000 Fragen auswählen!

Foto: privat

Das Interview: Es gibt tausend Fragen, aber wie gelingt es uns die richtigen zu stellen? Das lernt ihr in diesem Workshop. Gemeinsam schauen wir uns an, wie ein gutes Interview aufgebaut ist, wie gute Fragen formuliert werden und wie ihr es schafft, dass sich euer Gegenüber wohl fühlt und  sich öffnet. Außerdem lernt ihr, wie ihr euch optimal auf ein Interview vorbereitet und was ihr für ein gutes Gespräch unbedingt beachten müsst.

Lou Hoffmann ist Redakteurin für die People-Magazine InTouch und Closer beim Bauer Verlag. Die ersten Schritte Richtung Journalismus machte sie vor zehn Jahren beim Jugendpressefrühling und ist seitdem aktiv in der Jungen Presse Pinneberg.

Praxisworkshops (14:00 – 17:00 Uhr)

Mobile Reporting: Multimediales Erzählen mit dem Smartphone

Foto: privat

Journalisten brauchen kein teures und schweres Equipment mehr, um multimediale Inhalte zu erstellen. In den meisten Fällen reicht schon das Smartphone, das wir alle in der Hosentasche dabeihaben. Wie erstelle ich damit Onlinevideos, Insta-Stories, Grafiken oder Audios?

Darum dreht sich der Workshop „Mobile Reporting“. Unser Referent zeigt dir die Grundlagen der Bildgestaltung, die nötigen Tools und gibt dir Tipps aus der Praxis für deinen mobilen Reporteralltag.

Oskar Vitlif arbeitet als Freier Journalist u.a. für den WDR und den NDR. Sein Know-How gibt er regelmäßig in Workshops und Seminaren weiter. In seiner Freizeit engagiert er sich in der Jugendpresse Deutschland.

Die Kunst Geschichten in Bildern zu erzählen!

Foto: privat

Ein Ausflug in die Welt der Fotografie. In diesem Workshop lernt ihr eure Ideen ins digitale Bild zu bringen. Von der Aufnahme bis zum fertigen Bild behandeln wir den gesamten Ablauf. Ob kreative Bildgestaltung oder Fotodokumentation – mit euren Interessen bringen wir diesen Workshop genau zu dem, was ihr wissen und lernen möchtet. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, aber auch wenn ihr schon Erfahrungen habt, wird es euch hier bestimmt nicht langweilig werden.

Timon Suhk studiert in Hamburg und arbeitet als freier Fotograf.

Er ist seit Kindertagen an der Fotografie interessiert und beim Jugendpressefrühling für die Fotoredaktion verantwortlich.

Moderation und Rhetorik

Im Workshop „Moderation und Rhetorik“ geht es um deine Stärken. Neben Entspannungs- und Sprechübungen liegt ein Fokus auf Gesprächs- und Interviewführung. Stehen, laufen, sprechen: Bernd bringt kleine Hacks für die natürlichste Sache der Welt mit: moderieren.

Jugendpresse Deutschland / Jonas Walzberg

Bernd (27)
ist freiberuflich Moderator, hat bereits über 200 politische Podiumsdiskussionen für „It’s Your Choice“ moderiert und stand auch schon für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf der Internationalen Grünen Wochen auf der Bühne. Der Jugendpresse als Ex-Vorstand sehr verbunden hat Bernd auch zahlreiche Sitzungen, den Schülerzeitungswettbewerb und die Jugendmedientage moderiert.
mehr unter wirmoderieren.com/bernd.

 

 

 

Stilformen Basics

Foto: wdv/Szekely

Warum hat die eigene Meinung in einer Meldung nichts zu suchen? Und wie unterscheide ich ein Feature von einer Reportage? Antworten auf diese Fragen und viele weitere Basics zu journalistischen Stilformen und ihren Einsatzmöglichkeiten erhältst du in diesem Grundlagenworkshop. Wer mag, bringt eigene Beispiele mit, die wir besprechen können.

Frauke C. Müller ist Redakteurin, Projektleiterin und Key Accounterin im Bereich Gesundheitskommunikation bei der wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation mbh & Co. OHG in Bad Homburg, wo sie auch ihr Volontariat absolvierte. An der Akademie für Publizistik in Hamburg lernte die studierte Rechtsökonomin und Dipl.-Betriebswirtin ausbildungsbegleitend das Medienhandwerk. Seit vielen Jahren gibt sie ihr Wissen an den journalistischen Nachwuchs weiter und die Leidenschaft für gut recherchierte Medienberichterstattung.

Dramaturgie einer Story

 

Foto: privat

Wie man Geschichten im Video spannend macht

 

Um eine Geschichte im Video zu erzählen, braucht es längst kein Profi-Equipment mehr. Selbst mit dem Smartphone lassen sich heute Videoreportagen umsetzen. Denn stimmt die Story, dann fragt niemand mehr danach, womit ein Video gedreht wurde. Aber wie schafft man es, dass der Zuschauer auch bis zum Ende dran bleibt? Wir zeigen euch, wie man sich auf einen Dreh vorbereitet, ein Storyboard entwickelt und mit genug Material wieder nach Hause kommt, um daraus eine spannende Geschichte zu schneiden.

 

 

 

Foto: privat

Alina Quast (WELT Fernsehen) und Thomas Porwol (BILD) sind Volontäre an der Axel Springer Akademie. Zusammen mit ihrem Akademie-Team haben sie das Video-Projekt Mission: Truth gestartet. Dafür haben sie auf der ganzen Welt Reporter besucht, die mit ihrer Arbeit außergewöhnliches geleistet haben, und ihre Geschichten auf IGTV erzählt.